Die neue Sicht der realen Welt


Das neue Paradigma der Naturwissenschaften

Caroline Jakubowski fragt, Peter Jakubowski antwortet
(am 31. Mai, 2013)

1. Was ist die Einheitliche Physik und „Naturics“?
2. Wie ist die Einheitliche Physik und „Naturics“ entstanden?
3. Worum geht es bei der Vereinheitlichung der bisherigen physikalischen Theorien?
4. Welche sind die wichtigsten Konsequenzen der Vereinheitlichung?
5. Was ist wirklich real?



1. Was ist die Einheitliche Physik und „Naturics“?

Die traditionelle Physik wurde im Laufe der letzten vier Jahrhunderte (seit den Zeiten von Galileo Galilei) nach und nach aus der antiken Philosophie der beobachtbaren Welt in unterschiedliche Richtungen weiter entwickelt. Diese historische Entwicklung hat zur Spaltung der physikalischen Beschreibung der Welt in unterschiedliche Domänen geführt, die sich zu eigenständigen bereichen der traditionellen Physik (wie Mechanik, Dynamik, Thermodynamik, Elektromagnetismus) und sogar zu anderen eigenständigen Naturwissenschaften (wie Astrophysik, Geologie, Biologie, Chemie, oder auch die „Schul“-Medizin) entwickelt haben. Jede von diesen Wissenschaftszweigen hat mit der Zeit eine eigene Sprache zur Beschreibung der eigenen Beobachtungen entwickelt.
Einige wichtige, allgemein benutzte physikalische Größen, wie die Energie oder Kraft, haben dadurch eine mehrfache Definition erhalten, je nach dem Anwendungsbereich, wo sie gerade benutzt wurden. So hat man eine mechanische, eine potenziale, eine kinetische, eine thermische, eine elektrische, eine magnetische, eine chemische und noch einige mehr Arten von Energie definiert. Nicht immer war dabei klar, wie man eine Art in die andere umrechnen sollte und was eine „globale“ Energie eines Körpers wirklich bedeutete.

Dasselbe Problem betraf auch die verschiedenen Arten von Kraft, die bis heute im praktischen Umlauf sind. Eine mechanische, eine gravitative, eine elektrische, eine magnetische, eine molekulare, eine atomare oder die zwei in der traditionellen Physik benutzten nuklearen Arten von Kraft sind nicht einfach miteinander zu vergleichen. Die traditionelle Physik hat es zum Beispiel bis heute nicht geschafft, die Lorentsche (elektromagnetische) Kraft mit der Newtonschen (dynamischen) Kraft zu vereinen.

Man wusste zwar von Anfang an, dass diese sich immer weiter vertiefende Spaltung letztendlich falsch war, weil die Natur nur eine Einheit sein könnte. Man hat es deswegen seit mehr als hundert Jahren immer wieder versucht die verschiedenen Beschreibungen der Natur zu vereinheitlichen. Diese Anstrengung wurde noch verstärkt nach den Entdeckungen der Quantennatur der Mikrowelt und der Relativität aller Bewegungen. Solche Vereinheitlichung ist aber niemandem gelungen. Vor allem die Gravitation konnte niemand mit der Quantennatur der gesamten Welt vereinen.

In dieser Situation musste ich einen ganz neuen Weg einschlagen, einen totalen Bruch mit der alten Denkweise unternehmen, was die Wissenschaft als ein Paradigmenwechsel bezeichnet. Ich habe von „Null“ neu angefangen. Praktisch gesehen, nicht von „Null“, sondern von einer „Universellen Eins“, dem Grundstein meiner Einheitlichen Familie aller physikalischen Größen. Diese Familie vereint alle möglichen physikalischen Größen, welche die traditionelle Physik mit allen ihren Abzweigungen bis heute produziert hatte. Diese Vereinheitlichung demonstriert zum ersten mal in der Geschichte der Wissenschaft, dass alle von uns Menschen eingeführten physikalischen Größen, Einheiten und Konstanten, sich tatsächlich auf diese Universelle Eins zurück führen lassen.

Die Vereincheitlichung gelingt uns aber nur, wenn wir die Definitionen der einzelnen physikalischen Größen mit den Definitionen der entsprechenden Quanten der Materie verbinden. Das Quantum der Materie wird dadurch zu dem theoretischen Hauptbegriff der neuen Beschreibung der Natur. Die „Bibliothek“ aller möglichen Quanten der Materie in unserer Welt habe ich als Quanten Spektrum der Materie definiert.

Die Einheitliche Familie aller physikalischen Größen und das Quanten Spektrum der Materie sind das „A“ und „O“ der Einheitlichen Physik, der einheitlichen Beschreibung der gesamten (belebten und unbelebten) Natur.

Seit mehr als zwanzig Jahren entwickle ich verschiedene Anwendungen der Einheitlichen Physik zu Beschreibung der wichtigsten wissenschaftlichen Aspekte der Natur, wie die Kosmische Hierarchie der Sonne, die Entstehung des Sonnensystems, die Evolution des Lebens auf der Erde, die Plattentektonik der Erdkruste, die Erdbebenvorhersage, die Geschichte und die Vorhersage der globalen Änderungen des Erdklimas, und einige mehr. Alle diese Anwendungen tragen seit zwanzig Jahren den Sammeltitel „Naturics“, als eine neue (wieder hergestellte) Verknüpfung der physikalischen Beschreibung der Natur an die Natur selbst. Die Natur selbst gibt uns die richtigen Antworten auf unsere Fragen. Wir müssen nur lernen ihr zuzuhören, wie die Naturvölker das immer schon gemacht haben, was wir aber durch den Lärm der Maschinen der industriellen Revolution und der Elektronikindustrie heutzutage komplett verlernt haben.



2. Wie ist die Einheitliche Physik und „Naturics“entstanden?

Die traditionelle Physik hat sich seit meiner Studienzeit (in den 60er Jahren) immer tiefer in einen „Sumpf“ aus un- oder schlecht definierten, pseudo-physikalischen Begriffen hineinmanövriert. Es wurden neue Felder, Kräfte, Teilchen und sogar Dimensionen bemüht, um die unterschiedlichen „Abteilungen“ der traditionellen Physik zu vereinheitlichen. Alles blieb ohne Erfolg. Ganze Zweige der Technik und Wirtschaft (wie zum Beispiel die Kernphysik oder die Hoch-Energie-Techniken) wurden künstlich mit den Versprechungen am Leben erhalten, dass eine solche Vereinheitlichung kurz vor dem Durchbruch stünde. Die Jahrzehnte vergingen, eines nach dem anderen, und der Durchbruch in der traditionellen Physik ist heute immer noch nicht abzusehen. Wie bin ich froh, dass ich bereits vor vielen Jahren verstanden habe, dass ich diesen Versprechungen nicht trauen kann und meinen eigenen Weg gehen muss. Deswegen habe ich meine ersten Versuche, die traditionelle Physik zu verbessern, schnell aufgegeben.

Stattdessen habe ich meine in den 80er Jahren gefundene alternative Lösung der Maxwellschen Gleichungen weiter untersucht und dabei herausgefunden, dass sich bei diesem Ausgangspunkt die ganze traditionelle Elektrodynamik (also die Lehre von den elektrischen und magnetischen Feldern, Strömen und Kräften) mit der traditionellen Dynamik vereinheitlichen lässt.

Das war mein persönlicher Durchbruch. Danach war ich mir schon sicher, dass sich alle physikalischen Größen auf ein absolutes Minimum reduzieren lassen müssen. Es dauerte aber trotzdem noch einige Jahre, bis mir ganz klar geworden ist, welche riesige Vereinfachung unseres Bildes der ganzen (der belebten und der unbelebten) Natur sich dank dieser Vereincheitlichung aller physikalischen Größen uns eröffnet hatte. Sowohl die Definition des Lebens selbst, als auch die Grundlagen der Medizin und aller nur denkbaren technischen Technologien, reduzieren sich jetzt zu Selbstverständlichkeiten, welche sich meistens mit nur einigen einfachen Sätzen beschreiben lassen. Die unterschiedlichen Anwendungen der Einheitlichen Physik zu besserem Verständnis der Natur habe ich unter dem Sammelbegriff der „Naturics“ in meinen Büchern und auf meinem Edukations-Blog im Internet beschrieben.



3. Worum geht es bei der Vereinheitlichung der bisherigen physikalischen Theorien?

Die physikalischen Größen (wie Länge, Zeit, Geschwindigkeit, Kraft, Energie, Masse, usw.) sind das Hilfswerkzeug der physikalischen Sprache, das die physikalischen Beobachtungen in Form von kompakten Gesetzen ausdrücken lässt. Die physikalischen Gesetze wiederum sind keine von Gott gegebenen Gesetze, nach welchen sich die Natur zu verhalten hat, sondern einfache Relationen zwischen den physikalischen Größen, welche wir Menschen bei der Beobachtung der Natur festgestellt haben (oder oft nur festgestellt zu haben glauben).
In der traditionellen Physik hat man unzählige physikalische Größen definiert. Einige allgemeine, wie Masse, Länge, Zeit, Energie oder Temperatur, hat man in jeder der Naturwissenschaften benutzt. Andere, wie die Trägheit, die elektrische Ladung oder das magnetische Feld, eher nur in einem oder anderem Spezialfach der Physik. Einige wichtige, allgemein benutzte physikalische Größen, wie die Energie oder Kraft, haben dadurch (wie oben bereits besprochen) eine mehrfache Definition erhalten, je nach dem Anwendungsbereich, wo sie gerade benutzt wurden.

All diese Probleme mit den unterschiedlichen physikalischen Größen haben sich sofort „in Luft“ aufgelöst, nachdem meine Einheitliche Familie aller physikalischen Größen fertiggestellt war. Ich habe sie ursprünglich „nur“ aus der Vereinheitlichung der Elektrodynamik mit der Dynamik abgeleitet. Dann habe ich aber bald erkannt, dass sie eigentlich schon fast alle wichtigen physikalischen Größen enthielt. Die meisten „anderen“ Größen sind zu einer oder anderen der dynamischen oder elektrodynamischen Größen äquivalent. In der Praxis heißt das, dass sie sich in allen Situationen identisch verhalten. Sie sind nur bei ihrer Einführung in die Physik von damals anders „getauft“ worden. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist die physikalische Größe der Arbeit, ein Äquivalent der Energie. Weniger bekannt ist zum Beispiel die Tatsache, dass sowohl die Strahlungsstärke als auch der Wärmefluss, die ein Material durchfließen, zum Quadrat der Lichtgeschwindigkeit in diesem Material äquivalent sind.

Eine der fundamentalen neuen Entdeckungen, welche die Einheitliche Familie ermöglicht hat, ist die Beobachtung, dass die Wirkung eines Quantums der Materie der vierten Potenz seiner Länge gleicht. Anders gesagt, ein Wirkungsquantum gleicht dem Volumen dieses Quantums in der vier-dimensionalen Raumzeit. Genau aus dieser Relation habe ich den nummerischen Ausgangspunkt der Einheitlichen Physik berechnet. Nämlich, die Plancksche Konstante, h = 6,6260755×10-34 Js, ergibt die vierte Potenz der Universellen Länge der Einheitlichen Physik. Diese Länge beträgt deswegen ru= 5,073575×10-9 m, also etwa 5,074 Nanometer. Das ist „das universale Maß aller Dinge“. Fünf Nanometer scheint klein zu sein. Diese Größe ist aber riesig im Vergleich zum Ausmaß eines Atoms (z.B., der Bohrsche Radius „seines“ Wasserstoffatoms ist hundert mal kleiner als 5 nm) oder eines Elementarteilchens der traditionellen Physik. Fünf Nanometer sind aber „goldrichtig“ für eine kosmische Staubwolke aus der ein Sonnensystem entstehen kann oder auch für die Basis der Evolution des Lebens auf einem der Planeten dieses Systems, nämlich auf der Erde., von dem primitivsten „Smog des Lebens“ bis hin zum Menschen.

Die Einheitliche Familie aller physikalischen Größen ist eine Schachbrett-ähnliche Struktur die uns sofort alle möglichen physikalischen Gleichungen (die längst bekannten und die noch nie früher entdeckten) in ihrer quantisierten und relativistisch gültigen Form ablesen lässt. Wir brauchen uns nichts mehr zu merken, die ganze Einheitliche Physik ist in dieser Struktur vorhanden, und was noch wichtiger ist, diese Physik (also unsere neue, einheitliche Beschreibung der Natur) lässt sich auf die Universelle Eins zurück zu führen. Das ist der tiefste Sinn jeder Vereincheitlichung: die scheinbar große Menge wird zu einer realen „Eins“. Der Rest ist nur ein Märchen, das sich unsere Vorfahren ausgedacht haben, als sie noch diesen unseren einheitlichen Blick nicht hatten.



4. Welche sind die wichtigsten Konsequenzen der Vereinheitlichung?

Es gibt natürlich mehrere wichtige Konsequenzen solch einer drastischen Veränderung unserer Beschreibung der Natur, die wir als ein Paradigmenwechsel bezeichnen müssen.

Die erste von ihnen ist die Erkenntnis, dass es keine globale, ewig fliessende Zeit gibt. Mathematisch betrachtet in der Einheitlichen Familie aller physikalischen Größen ist die Quantenzeit eine zwei-dimensionale Größe. Das bedeutet, die Quantenzeit fliesst nicht, sie zirkuliert, sie ist immer mit einer Rotation der entsprechenden Stufe der hierarchisch aufgebauten Welt verbunden. Wenn diese Rotation zu Ende geht, begint einfach ein neuer Zyklus, die „Uhr“ wird wieder auf „Null“ gesetzt. Es soll dabei klar sein, dass die Periode eines Quantums auf dem Universellen Niveau des Quantenfeldes, das ich übrigens kurz Lichtfeld nenne, „nur“ 197 Femtosekunden (1.97×10-13 s) beträgt, während die längste beobachtete Periode des Quantums der Kosmischen Hierarchie der Sonne über 3.5 Milliarden Jahre dauert. Nur wegen der Länge dieser letzten Periode, die auch die längsten Schritte der Geschichte der Erde bedeutet, scheint uns unsere irdische Zeit von der tiefsten Vergangenheit immer weiter in die Ewigkeit zu „fliessen“. Der Schein trügt aber. Es gibt keine Ewigkeit in unserem beobachtbaren Universum, so wie es dort auch keine unendliche Entfernung gibt.

Die zweite wichtigste Konsequenz ist die ähnliche Beobachtung, dass auch die einheitliche Quantenenergie kein traditionell definierter Skalar, sondern auch, wie die Zeit, ein bivektor, also eine zweidimensionale Größe ist. Diese neue Definition der Energie löst viele Probleme der traditionellen Naturwissenschaften (einschließlich der Philosophie der Natur) auf einen Schlag. Ein Quant der rotierenden (wie die Physiker sagen, mit einem Spin ausgestatteten) Energie braucht keine speziellen Träger, um die in seiner Rotationsebene und Rotationsaxe eingeschriebene Information weiter zu leiten. Ein Quantum der einheitlichen Energie ist sein Träger selbst. Die traditionellen Photonen sind dadurch „arbeitslos“, sie werden in der Einheitlichen Physik überflüssig. Ein Lichtstrahl, zum Beispiel, ist kein „Strom“ von Photonen die Energie übertragen, sondern ein „Strom“ der rotierenden (polarisationsfähigen) Energiequanten selbst.

Durch diese einheitliche Definition der Energiequanten ist man ab jetzt nicht mehr gezwungen die Trennung der Energieübertragung und der Informationübertragung anzunehmen. Es gibt keine Übertragung der physikalischen Information ohne Energieübertragung, und umgekehrt, keine nicht-informative Übertragung der Energie in unserem Universum.

Eine weitere radikale Konsequenz der Vereinheitlichung aller physikalischen Größen bedeutet theoretisch eine komplette Aufgabe solcher Hilfsbegriffe der traditionellen Physik, wie Masse, Kraft, Impuls, Drehmoment, elektrische Ladung, elektrisches Feld, magnetisches Feld, elektromagnetische Wellen, Gravitation, u.v.m. Weder eine Masse noch eine elektrische Ladung bewegt sich in unserer Welt. Der quantisierte Energietransfer zwischen unterschiedlichen Regionen unserer Außen- oder Innenwelt (in unseren Körpern) ist die einzige Aktivität in unserem beobachtbaren Universum. Alles andere ist nur eine Illusion, ein Märchen ausgedacht von den Philosophen und Wissenschaftlern der vergangenen Epochen, um die Welt mit diesen traditionellen Hilfsbegriffen einigermaßen genau zu beschreiben.

Es ist mir klar, dass die Technologen und andere Anwender der Einheitlichen Physik natürlich noch lange ihre traditionellen Hilfsbegriffe weiterhin benutzen werden, weil dadurch die natürlichen Prozesse momentan am verbreitesten beschrieben werden. Die Naturwissenschaftler, die Mediziner, aber vor allem die Physiker müssen jedoch mit der notwendigen Umstellung auf die Einheitliche Physik so schnell wie möglich anfangen und diese auch möglichst bald bewältigen, wenn wir unsere evolutionäre Aufgabe der ersten globalen Zivilisation auf unserem wunderschönen Planeten erfüllen wollen.

Die faszinierende Einfachheit der natürlichen Organisation des beobachtbaren Universums ist nur mit den schönsten Kunstwerken der Menschheit vergleichbar. Deswegen fehlen mir oft einfach die Worte, um sie nur „kalt“, emotionslos wissenschaftlich zu beschreiben. Aus diesem Grund lautet auch das Motto der Naturics folgendermaßen: „Wer Natur bewundert, wird sie auch begreifen wollen; wer die Natur begreifen möchte, muss sie auch bewundern.“

Die moderne Wissenschaft hat uns in den letzten vier Jahrhunderten auf eine nie da gewesene Entdeckungsreise gebracht, in dem sie uns die Geheimnisse der physikalischen Welt immer tiefer und breiter erklärt hatte. Aber als den Preis für diese steigende Klarheit im Verständnis der Außenwelt mussten wir die genauso ständig anwachsende Blindheit für unsere innere Welt hinnehmen. Zum Beispiel konnte die spirituelle Weisheit der Naturvölker nicht in die traditionelle Physik eingebunden werden, weil dieser Physik die notwendigen Definitionen der „Spiritualität“ fehlten. Auch die reduktionistisch aufgebaute moderne Schulmedizin, die den erkrankten menschlichen Körper wie eine Maschine „schraubenweise“ zu reparieren versucht, kann die östlichen Techniken der Naturheilung nicht nachvollziehen, weil ihr der ganzheitliche Blick auf unseren Körper samt seiner Umgebung komplett unverständlich erscheint.

Die Einheitliche Physik hat mir zum ersten Mal in der Geschichte der Wissenschaft ermöglicht, sowohl die unbelebte als auch die belebte Materie mit der gleichen „Sprache“ und mit der gleichen Präzision zu beschreiben. Das halte ich persönlich für die aller wichtigste Konsequenz meiner Vereinheitlichung. Obwohl die Einheitliche Physik seit mehr als zwanzig Jahren im Dienste der Naturics unser Verständnis der Welt verbessert, habe ich eigentlich erst vor Kurzem verstanden, dass die einheitlichen Quanten der Materie sowohl die materiellen als auch die „spirituellen“ Eigenschaften gleichzeitig besitzen. Die materiellen Eigenschaften dieser Quanten sind diese, welche mit der Quantendimension zu definieren sind (wie die Quantenfläche, Quantenvolumen alias Quantenimpuls, oder Quantenwirkung alias Quantendrehmoment). Die „spirituellen“ Eigenschaften dagegen sind diese, welche mit der Quantenzeit oder besser Quantenperiode zu definieren sind (wie die Quantenfrequenz, Quantenfrequenz in Quadrat, oder deren reziproke Zeit und Zeit in Quadrat).

Während wir jeden rein materiellen Zustand unserer Welt als eine momentane „Schnappschuss-Aufnahme“ von den materiellen Objekten ansehen können, wie auf jedem Foto zu sehen ist, können wir jeden rein „spirituellen“ Zustand unserer Welt als eine zeitliche Abfolge der Momente in immer gleichbleibenden materiellen Umgebung ansehen, wie während einer Meditation, wenn wir von der materiellen Welt komplett „abgekoppelt“ sind. Die normalen, „lebendigen“ Zustände unserer Welt sind dann immer eine Verbindung beider Komponenten, wie eine Abfolge der Momentaufnahmen, die sich zu einem Film zusammensetzen. Der bekannteste Spruch des griechischen Philosophen Heraklit „panta rhei“ („Alles fließt“) ist die kürzeste Zusammenfassung dieser Tatsache; „Alles“ bedeutet dabei die ganze Materie in einem bestimmten Moment der Zeit, und „fließt“ bedeutet die unablässige Veränderung dieser Materie von einem Moment zum anderen. Sogar die härtesten Felsen zerfallen mit der Zeit wieder zum Staub.

Diese neue Möglichkeit die Spiritualität physikalisch zu definieren ist von einer enormen Bedeutung vor allem für unsere wissenschaftliche Beschreibung des Selbstbewusstseins von allen materiellen Objekten. Das betrifft vor allem die lebendigen aber womöglich auch die traditionell als unbelebte eingestuften Objekte. Dadurch bekommen wir auch zum ersten Mal die Möglichkeit das globale Bewusstsein der ganzen Welt physikalisch zu definieren.



5. Was ist wirklich real?

Diese tief philosophische Frage bekommt dank der Einheitlichen Physik auch einen neuen, mathematisch definierbaren Sinn. Und eine genauso präzise Antwort. Grundsätzlich können wir sagen, es gibt keine ursprüngliche Realität, sondern nur ein Potential eine solche Realität zu kreieren. Dieses Potential wird durch die Universelle Eins definiert. Die materielle Komponente der Realität wird dadurch erzeugt, dass wir dem „kreativen“ Potential eine materielle Ausdehnung, eine Dimension, hinzufügen. Da eine lineare Dimension nicht realistisch existenzfähig ist, müssen wir eine Dimension in Quadrat, also eine Fläche hinzufügen. Erst dann ist ein reales Quantum denkbar.

Eine spirituelle Komponente der Realität wird dadurch erzeugt, dass wir dem „kreativen“ Potential der Universellen Eins eine zeitliche Abfolge, eine Periode, hinzufügen. Jedoch die Quantenzeit alleine ist auch noch nicht realistisch vorstellbar. Ohne irgendwelche materiellen Objekte (Quanten) kann keine Periode der Zeit realisiert (vollendet) werden. Wir müssen eine Kombination der beiden Komponenten zulassen, damit wir ein reales Quantum der Materie erzeugen können.

Auf diese Weise sehen wir, dass Alles was wir um uns herum beobachten können genau auf diesem Wege aus dem „kreativen“ Potential der Universellen Eins bereits entstanden sein musste. Das ist der erste Punkt unserer Antwort auf die Frage, was wirklich real ist.

Der zweite Punkt ist, dass wir die beobachtete Realität nur als eine Manifestation der einzelnen Objekte durch ihre physikalischen Eigenschaften, physikalische Größen wahrnehmen können. Dazu brauchen wir jedoch etwas mehr „Auswahl“ als nur die einzige Universelle Eins. Ein Studium der Einheitlichen Familie aller physikalischen Größen unter dem Aspekt der Materialabhängigkeit dieser Größen offenbart uns jedoch, dass wir dort, neben der Universellen Eins, noch fünf weitere materialunabhängige Größen finden können, die natürlich auch allesamt nur entsprechende Derivativen der Universellen Eins sind. Es ist die universele Zirkulation Phif, die universelle Leistung P, die universelle elektrische Leitfähigkeit sigma, die universelle magnetische Induktion B, und das universelle elektrische Feld E. Alle diese materialunabhängige Größen sind, genau wie die Universelle Eins, als die erweiterten „kreativen“ Potentiale anzusehen. Wenn wir sie auch mit den entsprechenden materiellen und spirituellen Eigenschaften ausstatten, erhalten wir bereits die ganze Einheitliche Familie, die uns jetzt zur Verfügung steht, um unsere beobachtbare Realität beschreiben zu können.

Wir sehen jetzt, dass ähnlich wie die Dualität der Wellen-Partikel Beschreibung der traditionellen Physik theoretisch untrennbar bleiben muss (als zwei untrennbare Komponenten jedes Wektorfeldes), auch unsere quantisierte einheitliche Realität die untrennbare Dualität der materiellen und der spirituellen Komponenten inne hat.

Der dritte Punkt ist, dass die einfache Richtung des Energieflusses zwischen unterschiedlichen Quanten dieser Realität die belebte Welt von der unbelebten unterscheidet; die unbelebte Materie liefert die Energie, die durch die lebendigen Organismen (die Objekte der belebten Materie) konsumiert wird (und nie umgekehrt).

Der vierte und letzte Punkt ist, dass die spirituelle Komponente der beobachtbaren Welt die Grundlage unserer Beschreibung des Bewusstseins unserer Realität ist. Das Bewusstsein eines Partikels des kosmischen Staubs kann dabei als ein extremes Beispiel eines passiven Bewusstseins, währenddessen das menschliche Bewusstsein als ein extremes Beispiel eines aktiven Bewusstsein betrachtet werden.

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