(26.09.2012)
„planet-wissen“ verbreitet Unwissen und müsste für Schulkinder verboten werden

Es passiert leider immer wieder, dass eine TV-Sendung, die der Edukation der Gesellschaft dienen soll, eher das Unwissen der heutigen „Wissenschaftsindustrie“ als das fundierte Wissen nach den Prinzipien der alten Meister verbreitet.

Das neueste Beispiel gab gestern die Sendung der Redaktion „planet-wissen“ zum Thema „Blick ins All – Die Rätsel des Universums“.

Ich bin ein treuer Zuschauer dieser Sendung seit ihrem Beginn, auch wegen der sympathischen und intelligenten Moderatoren Birgit Klaus und Dennis Wilms. Es tut mir deswegen besonders Leid, sehen zu müssen, wie sich die beiden quälen, um das Unbegreifliche, was mancher Studiogast von sich gibt, verständlich darzustellen. Egal ob ein Doktor, Professor, oder Nobelpreisträger, keiner ist vor dem Unsinn gefeit, wenn er sich der sogenannten Mainstream-Wissensindustrie verpflichtet hatte. Und diese „Industrie“ erlaubt, nur das zu denken (und zu verkünden), was die Profite eben dieser „Industrie“ steigert. Das hat mit dem altmodischen Erwerben des Wissens schon lange nicht mehr viel zu tun.

Um konkret zu werden, besprechen wir nur zwei Beispiele aus der gestrigen Sendung.
1) Die Entstehung des Sonnensystems aus einer kosmischen Ur-Wolke.
Die Version der Sendung: Unter dem Einfluss der Newtonschen Gravitation ist eine kosmische Gas- und Staubwolke der (früher irgendwie erzeugten) Ur-Materie in sich kollabiert. Sie hat (irgendwie) angefangen zu rotieren und verdichtete sich so stark, dass in ihrem Zentrum (was man eigentlich stillschweigend für das Zentrum der Masse der Ur-Wolke halten muss) ein einzelner Stern entstanden ist, unsere Sonne. Aus dem (wieder stillschweigend angenommenen) Restmaterial sind fast gleichzeitig alle Planeten des Systems entstanden.
Der Haken dieser Version: Die Newtonsche Gravitation ist eine zentrale Kraft. Das bedeutet, dass sich jede Wolke mit einem einzigen Zentrum der Masse genau und komplett in dieses Zentrum zusammenzieht (kollabiert). Genau und komplett bedeutet aber auch, dass keine Restmasse außerhalb des zentralen Sterns bleiben kann. Der Zentralstern „frisst“ (verbraucht) die ganze Wolke auf.
Fazit dieser Version: Aus einer kosmischen Wolke, die ungestört in ein einziges Massezentrum kollabiert, entsteht immer ein einsamer Stern, ohne Planeten. Punkt! Das ist die einfachste Konsequenz der Newtonschen Physik. Da gibt es kein „aber“. Es ist so und damit muss man einverstanden sein, oder man wird eben zum Kolporteur des Unwissens.
In meiner Version: Die physikalisch sinnvollere Version der Entstehung des Sonnensystems als Doppelstern-Systems is auf diesem (meinem) Blog oder in meinen Büchern zu finden.

2) Die Notwendigkeit für die Existenz der „dunklen Materie“.
Die Version der Sendung, oder eher des Gastes im Studio (der Name des Professors, den ich persönlich auch sehr sympathisch und kompetent finde, ist hier nicht wichtig, weil er nur eine allgemeine Mainstream-Meinung verkündete): die beobachteten Galaxien drehen sich viel zu schnell, um durch die Newtonsche Gravitation der sichtbaren Massen (Sterne und Nebel) zusammen gehalten zu werden; sie müssten infolge dieser schnellen Rotation auseinander gerissen werden.
Die in Mainstream akzeptierte Schlussfolgerung: Weil die Galaxien offensichtlich stabil bleiben, muss es eine große Menge an unsichtbarer, eben „dunkler“ Materie geben, die mit ihrem Anteil an Gravitation das Zerreisen der Galaxien verhindert. Diese “dunkle” Masse muss die Masse der sichtbaren Materie um das Vielfache übersteigen.
Der Haken in der Sache: diese Schlussfolgerung ist nur eine der Möglichkeiten, und zwar die falsche. Die richtige wäre anzunehmen, dass die Mainstream-Interpretation der Beobachtung der Rotation der Galaxien eine Falsche ist, und die sichtbare (im ganzem Spektrum, von Gamma- bis zu Radiowellen) Materie vollkommen ausreichend ist für die richtig verstandene Dynamik des Himmels.
In meiner Version: Ich bevorzuge es, anzunehmen, dass die Lichtgeschwindigkeit (der elektromagnetischen Wellen) außerhalb des Sonnensystems viel kleiner ist als innerhalb, und deswegen die Ausmaße der beobachteten Galaxien auch viel kleiner sind als traditionell angenommen. Die Zerreißkräfte sind dadurch auch viel kleiner, eben so klein, dass die rotierenden Galaxien stabil bleiben.
Fazit: Die „dunkle“ Materie ist ein Witz!

Lernt man, wie die Kinder in der Schule, Schritt für Schritt, so muss man zuerst die Entstehung des Sonnensystems, und dann die Existenz seiner Kosmischen Hierarchie bis weit hinaus außerhalb unserer Milchstraßengalaxie neu erforschen. Dann wird man erst begreifen, dass solche „komischen“ (nicht-kosmischen) Gebilde, wie die dunkle Energie, schwarzen Löcher, Wurmlöcher, explodierenden Universen oder auch Paralleluniversen nichts anderes als Produkte der grenzenlosen Verzweiflung der versklavten Wissenschaft sind.

Eine sehr ähnliche Verzweiflung zeigen in heutigen Zeiten auch die Klimaforscher, die Geophysiker, oder auch die Hochenergiephysiker. Wenn sich die Redaktion des „planet-wissen“ mal entscheiden sollte, Herrn Alexander Unzicker einzuladen, um ihn zu seinem neusten Buch „Auf dem Holzweg durchs Universum“ zu befragen, dann möchte ich gerne benachrichtigt werden, damit ich diese Sendung auf keinen Fall verpasse.

Ich danke Ihnen dennoch für die ansonsten wie immer sehr gut gestaltete Sendung.

Viel Erfolg im Umdenken wünscht der Redaktion „planet-wissen“

Peter Jakubowski

“planet-wissen” verbreitet Unwissen

One thought on ““planet-wissen” verbreitet Unwissen

  • January 18, 2013 at 11:26
    Permalink

    Die Redaktion von „planet-wissen“ macht munter weiter

    Es ist eine Tatsache: Die tägliche Sendung „Planet-wissen“ ist im Allgemeinen ein sinnvolles und nützliches Edukationswerkzeug. Jede einzelne Sendung ist aber gänzlich von den äußeren Wissensquellen abhängig. Und da liegt ein grundlegendes Problem. Es scheint mir, dass das Unwissen von vielen Informationsquellen durch die Redaktion von „planet-wissen“ weitgehend bedenkenlos akzeptiert und verbreitet wird. Und das ist schade. Kaum ein jugendlicher Zuschauer hat die Möglichkeit und die Zeit dazu, diese Information, die er/sie in der Sendung vermittelt bekommt, unabhängig zu überprüfen. Da müsste die Redaktion mehr Mittel und mehr Fachkräfte zur Verfügung haben, um den Filterungsprozess zu intensivieren.

    Hier nur einige wenige der neusten Beispiele des besonders schwer wiegenden „Unwissens“.
    Aus der Sendung vom 16.01.2013, „Wann kommt der wahre Weltuntergang?“:
    Das letzte Video der Sendung, “Das Ende des Universums“ ist, entschuldigen Sie die direkte Ausdrucksweise, ein totaler Blödsinn und hat in einer Edukationssendung nichts zu suchen. Belassen wir es hier nur bei zwei Zitaten. „In Hundert Tausend Milliarden Jahren fliegen nur Sternenleichen, Planeten und Asteroiden durch das kalte, dunkle Universum.“ „Und in 1036Jahren wird sich die Materie auflösen, es bleiben nur Elektronen, Positronen und langwellige Photonen.“ Solche Behauptungen als eine Theorie zu bezeichnen ist nicht mal als Witz verträglich!

    In der Sendung vom 17.01.2013, “Superstern-Sonne“, ist dem Moderator (Dennis Wilms) ziemlich am Anfang eine sehr unbedachte Frage „herausgerutscht“: „Wie kalt würde es auf der Erde sein, wenn die Sonne nicht da wäre?“ Der (relativ junge) Studiogast hat leider den Unsinn dieser Formulierung nicht erkannt, und sich in einige Spekulationen vertieft (-270 Grad Celsjus, und Ähnliches). Die einzige wissenschaftlich korrekte Antwort auf diese Frage muss lauten: Ohne Sterne gibt es keine Planeten. Punkt.

    Dazu eine Bemerkung am Rande der Geschichte. Auch eine scheinbar mehr direkte Antwort: „Wäre die Sonne nicht da, gäbe es die Erde auch nicht.“ ist nur scheinbar zu der ersten Antwort äquivalent. Wie die Leser meines Blogs (oder Bücher) bereits wissen, die wahre detaillierte Antwort muss lauten: „hätte nicht nur die Sonne, sondern auch einen zweiten (Zwerg)Stern in unserem Sonnensystem nicht gegeben, gäbe es die Erde und alle anderen Planeten auch nicht.“

    Weiter in der Sendung wurde die Temperatur der Sonnenkorona (von 2, aber eigentlich fast 3 Millionen Grad) als das größte Rätsel der Sonnenforschung genannt. Diese Temperatur bleibt aber nur in der unbelehrbaren Astrophysik ein Rätsel. Die Einheitliche Physik hat uns bereits vor Jahrzehnten eine einfache Erklärung dafür geliefert (,die mit dem Erreichen der „Vakuum“-Lichtgeschwindigkeit außerhalb der Sonne zusammen hängt).

    Weiterhin wurde erneut der „dreifache Standardfehler“ der traditionellen Astrophysik bei der Erklärung des Prozesses der Entstehung des Sonnensystems glatt wiederholt. Das Sonnensystem sollte (angeblich) aus einer Wolke von Wasserstoffatomen, Heliumatomen und Feinstaubpartikeln vor etwa 4,7 Mld Jahren entstanden sein. Durch eine benachbarte Explosion hat sich die Wolke verdichtet, ihre Drehgeschwindigkeit ist gestiegen, und sie wurde zur Scheibe umgeformt.

    Weder der Zeitpunkt noch das einzige Zentrum der Rotation oder die Ursache für die Anfangsrotation der Wolke wurden in der traditionellen Astrophysik jemals ausreichend begründed. Alle drei widersprechen jedoch sogar der klassischen Physik.

    Ich befürchte leider, dass sich diese Liste der „ungeklärten“ Informationen in den Sendungen „planet-wissen“ noch lange ergänzen lassen wird.

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