Klimaschutz und Atommüll - die Unwörter der letzten Jahre

Klimaschutz ist kein Umweltschutz. Umweltschutz ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit. Diese Aufgabe darf aber niemals mit dem Klimaschutz verwechselt werden. Ein ähnliches Missverständnis besteht im Bezug auf den Umgang mit ausgebrannten Brennstäben aus den Kernkraftwerken. Bei diesen vom Müll zu sprechen ist genau so verfehlt.

Einen Klimaschutz betreiben zu wollen ist genau so sinnlos, wie zum Beispiel, die Tageslänge schützen zu wollen. Bei jeder geographischen Breite ist die Tageslänge anders. Sie ändert sich auch mit den Jahreszeiten. Sie ändert sich sogar, wenn die Erde, zusammen mit dem ganzen Sonnensystem, durch eine kosmische Wolke wandert, weil die Erdrotation dann (obwohl eher geringfügig) gebremst wird. Die Tageslänge schützen zu wollen, in dem Sinne, dass man diese natürlichen Veränderungen verhindern oder sogar umkehren möchte, klingt schon eindeutig widersinnig, oder?

Aber genau das Gleiche müssen wir bei dem Klimaschutz feststellen. Die natürlichen Klimaveränderungen können wir niemals dauerhaft und global beeinflussen. Uns steht die dazu notwendige Energiemenge nicht zur Verfügung. Wir können eventuell versuchen uns vor den unangenehmen Auswirkungen dieser natürlichen Klimaschwankungen zu schützen. Diese Aktion dürften wir dann aber nicht verkürzt (und sinnlos) Klimaschutz, sondern im vollem Umfang "Schutz vor den Auswirkungen der Klimaschwankungen" nennen.

Da wir jedoch nach 25 Jahren die falschen Behauptungenen immer noch mehrmals täglich hören und lesen, erkläre ich hiermit den Begriff Klimaschutz zum Unwort des letzten Vierteljahrhunderts.

Etwa genau so lang missbrauchen wir auch den Begriff Atommüll, mit dem wir das bezeichnen wollen, was wir selbst produziert haben, aber nach mehr als hundert Jahren Forschung auf dem Gebiet der sogenannten Kernphysik immer noch nicht verstanden und dadurch immer noch nicht im Griff haben. In der Natur gibt es keinen Müll. Wenn die Brennstäbe (ausgebrannt oder nicht) immer noch strahlen, dann sind sie nichts anderes als eine Energiequelle. Man könnte und sollte sie also als solche auch betrachten und behandeln, und nicht unter der Erde verschwinden lassen. Vorher aber müsste man zugeben, dass man heute immer noch nicht weiß, welche energetischen Prozesse in diesem sog. Atommüll vor sich gehen und wie man diese Energie nutzen kann. Dann dazu muss man die Einheitliche Physik erlernen und anwenden wollen. Erst dann würde man verstehen, dass diese wertvolle Energiequelle kein Abfall der Natur (sprich Müll) ist.

Solange wir das nicht tun wollen, erkläre ich auch den Begriff Atommüll zum Unwort des letzten Vierteljahrhunderts.

Klimaschutz und Atommüll – die Unwörter der letzten Jahre
Tagged on:         

2 thoughts on “Klimaschutz und Atommüll – die Unwörter der letzten Jahre

  • February 22, 2012 at 11:34
    Permalink

    Sehr geehrte(r) Frau/Herr (?) Rot,

    Sie haben Recht, die Natur, im Sinne unserer eigenen Umwelt, müssen wir schützen. Ich würde sogar sagen, sie ist das Beste was wir auf der Erde haben. Aber die Natur in einem einheitlichen, physikalischen Sinn ist das ganze Universum, da draußen, hier auf der Erde und in uns selber. Diese Natur ist genauso unbeeinflusst von unserer Tätigkeit, wie das globale Klima. Also, wir müssen nur unsere Begriffe erklären, dann verschwinden viele Mißverständnisse.

    Vielen Dank für Ihren Kommentar,
    Peter Jakubowski

    Reply
  • February 22, 2012 at 00:25
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Jakubowski,

    Ich bin wahrscheinlich mit Ihnen einverstanden. Wäre aber das Wort “Naturschutz” ebenso falsch wie “Klimasschutz”? Kann man die Natur schützen, wenn der zerstörende Mensch mit Beton etc. auch ein Teil dieser sich selbst zerstörenden Natur ist? Auch die Natur ist in jedem geografischen Breitengrad wieder anders, genau wie das Klima. Trotzdem ist sie höchst schutzbedürftig, scheinbar aber nicht so selbstschutzfähig, wie wir es von der Natur bisher immer erwartet haben. Es scheint, als würde sie sich vom Menschen ganz einfach zerstören lassen, ohne sich besonders zu wehren.

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *